Bildbearbeitung: Luminar 4 im Alltag

Vor­her-Nach­her-Funk­ti­on in Lumi­nar 4

In der etwas dunk­le­ren Jah­res­zeit ist es für mich ein­mal wie­der an der Zeit, die Foto­schät­ze des letz­ten Som­mers zu heben und zu bear­bei­ten. Und es ist auch wie­der Zeit für die Suche nach der eier­le­gen­den Woll­milch­sau in Sachen Bild­be­ar­bei­tung.

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Es gab Zei­ten, da kam man an Ado­bes Ligh­troom nur schlecht vor­bei. Spä­tes­tens seit dem — mei­ner Mei­nung nach — unsäg­li­chen Abo­mo­dell aber hat es Ado­be zumin­dest in die­ser Hin­sicht bei mir ver­zapft. Ohne­hin habe ich in den letz­ten Jah­ren – bereits unter Linux – auf Alter­na­ti­ven zurück­ge­grif­fen, wie etwa Darkta­ble oder Raw­The­ra­pee. Inzwi­schen wie­der ver­mehrt unter MacOS unter­wegs, konn­te ich mir nun ein­mal mehr Lumi­nar 4 anschau­en und bin durch­aus ange­tan von die­sem Pro­gramm. Aller­dings eher eine Lie­be auf den zwei­ten Blick.

Lumi­nar 4 aus Foto­gra­fen­sicht

 

Denn zunächst ein­mal tes­te­te ich Lumi­nar aus­gie­big kos­ten­los und stell­te gleich eini­ge Män­gel – zumin­dest gegen­über Darkta­ble – fest, wie etwa die feh­len­den Objek­tiv-Pre­sets in der ent­spre­chen­den Objek­tiv­kor­rek­tur sowie die nur rudi­men­tär vor­han­de­nen Ent­zer­rungs- und Ver­bie­gungs­mög­lich­kei­ten, die vor allem bei gera­den Lini­en wich­tig sind.

Die Ober­flä­che wirkt auf­ge­räumt

Will man nun kos­ten­los blei­ben, kann man an die­ser Stel­le ruhig mal die Stär­ken von MacOS aus­spie­len. Mit Air­Drop das Foto kurz aufs iPad (oder iPho­ne) gescho­ben und — zum Bei­spiel — unter Snap­seed ent­zerrt, kann das Bild bequem wei­ter­be­ar­bei­tet wer­den. Der Königs­weg ist das gan­ze für mich noch immer nicht, doch geht das Pro­ze­de­re schnell von der Hand und das Foto ist rela­tiv zeit­nah im Kas­ten. Ansons­ten blei­ben eini­ge kos­ten­pflich­ti­ge Tools, etwa das sehr star­ke Affi­ni­ty Pho­to von Serif Labs. Hier bleibt die Hoff­nung auf das neu­es­te Lumi­nar AI (Wer­bung).

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Also lie­ber Darkta­ble? Unter MacOS ist das lei­der so eine Sache. Läuft das Pro­gramm unter Linux flüs­sig, tut es das unter MacOS lei­der nicht. Was ich auch anstell­te, Darkta­ble bleibt mit dem Apfel ein­fach (noch) unter­durch­schnitt­lich benutz­bar. Immer­hin gibt es schon eine MacOS-Ver­si­on und soll­ten die Ent­wick­ler in Sachen Per­for­mance einen Durch­bruch erzie­len, wür­de mich das natür­lich sehr freu­en.

Lumi­nar 4 und Land­schaf­ten

 

Lumi­nar 4 dage­gen läuft rund und flüs­sig und ist sehr ein­fach zu bedie­nen. Das ist nicht ganz unwich­tig, denn für ewig lan­ge Ein­ar­bei­tungs­zei­ten fehlt mir im All­tag ein­fach die Zeit. So wirkt die Arbeits­ober­flä­che des Pro­gramms durch­dacht und auf­ge­räumt. Wich­tig ist es beim arbei­ten mit Lumi­nar 4 aller­dings, nicht zu über­trei­ben, d.h. die Reg­ler immer sehr vor­sich­tig zu benut­zen. Die Gefahr besteht, dass Lumi­nar schnell zum Spiel­zeug mutiert und schließ­lich sol­len die Ergeb­nis­se ja kei­ne unna­tür­li­chen HDR-Mär­chen­ku­lis­sen­fo­tos wer­den.

Kil­ler-Fea­ture “AI Sky Repla­ce­ment”

Das „Kil­ler-Fea­ture“ bleibt für mich zwei­fel­los die Mög­lich­keit, den Him­mel aus­zu­tau­schen und zu bear­bei­ten. AI Sky Repla­ce­ment heißt das Gan­ze und funk­tio­niert denk­bar ein­fach: Man öff­net ein Foto und wählt einen pas­sen­den Him­mel — ger­ne auch selbst foto­gra­fiert. Je nach Blen­de im Foto kann auch der Him­mel ebe­nen­ba­siert sepa­rat bear­bei­tet und das Bild am Ende zusam­men­ge­führt wer­den. Auch hier gilt: Nicht über­trei­ben!

Mein Fazit: Lei­der wie­der kei­ne “eier­le­gen­de Woll­milch­sau”, aber ein sehr gutes All­tags­pro­gramm. Unschlag­bar für den Preis, der um die 80 Euro liegt. Hoff­nung weckt auch das neue Lumi­nar AI (Wer­bung)!

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