Berlin-Fotografie: Abend in der Wilhelmine

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Kneipe in der Wilhelmine

Ber­li­ner Abend

Spuk­haf­tes Wan­deln ohne Existenz!
Der Asphalt dun­kelt und das Gas schmeißt sein
Licht auf ihn. Aus Asphalt und Licht wird Elfenbein.
Die Stra­ßen hor­chen so. Rie­chen nach Lenz.

Autos, eine Her­de von Blit­zen, schrein
Und suchen ein­an­der in den Straßen.
Lich­ter wie Fah­nen, hel­le Menschenmassen:
Die Stadt­bahn­zü­ge zie­hen ein.

Und sehr weit blitzt Ber­lin. Schon hat der Ost,
Der wei­ße Wind, in den Zäh­nen den Frost,
Sein fun­kelnd Maul über die Stadt gedreht,
Dar­auf die Nacht, ein stum­mer Vogel, steht.

Paul Boldt, 1914

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