Fotografieren im Wald

Wald

Ein schö­ner Wald­spa­zier­gang geht zu Ende. Die Luft war herr­lich, die Stil­le beru­hi­gend und die Kame­ra war auch dabei. Ernüch­ternd jedoch die gefühl­ten tau­send Fotos, die im Wald geschos­sen wur­den. Bäu­me, Blät­ter, lang­wei­lig? Nein, denn mit etwas Krea­ti­vi­tät und Auge ist der Wald auch ein Para­dies für Foto­gra­fen.

Wald

Wer ziel­ge­rich­tet auf “Foto­sa­fa­ri” geht, wird wohl kaum den Zau­ber ein­fan­gen, den der Wald aus­strah­len kann. Man soll­te sich also auf Über­ra­schun­gen ein­las­sen: Ein Baum­ensem­ble, ein Moor, alte Wege oder leuch­tend grü­nes Moos, dass ins Auge sticht. Nicht ganz unwich­tig ist es aller­dings, die Wet­ter­vor­her­sa­ge zu stu­die­ren.

Wenn der Tag noch jung und der Früh­ne­bel noch am Auf­stei­gen ist, hat der Wald etwas mys­ti­sches — was nicht heißt, dass ein wol­ki­ger, viel­leicht ver­reg­ne­ter Tag schlech­ter sein muss. Hier gilt es, aus­zu­pro­bie­ren.

Wei­te­re Tipps für Wald­fo­to­gra­fie:
http://www.youtube.com/watch?v=3rQF3cPUVyw]

Da ich vor­wie­gend wan­de­re, ist mei­ne “Aus­rüs­tung” auch eher auf das Wan­dern aus­ge­rich­tet. Ganz ohne Kame­ra-Zube­hör geht es dann aber doch nicht. Ich ent­schei­de mich für das Objek­tiv EF 50mm f/1.8 II von Canon und ein net­tes Tele­ob­jek­tiv — in mei­nem Fall das EF-S 55–250mm, 1:4–5.6 IS II, eben­falls von Canon. Zudem ein Mini­sta­tiv, wel­ches ich auf dem Boden auf­stel­len und damit qua­si ruckel­ar­me Fotos aus der Frosch­per­spek­ti­ve machen kann. Für gro­ße und wei­te Flä­chen bie­tet sich ein Weit­win­kel­ob­jek­tiv an, als Ersatz für ein Sta­tiv kann ein “Reis­säck­chen” zur Auf­la­ge ver­wen­det wer­den.

Ein Trick für span­nen­de Fotos besteht in den Ein­stel­lun­gen der Kame­ra: Der Weiß­ab­gleich (engl. white balan­ce, WB) kann auf ver­schie­de­ne Tem­pe­ra­tu­ren ein­ge­stellt wer­den. Er dient dazu, die Kame­ra auf die Farb­tem­pe­ra­tur des Lich­tes am Auf­nah­me­ort zu sen­si­bi­li­sie­ren. Will man eher eine küh­le Stim­mung erzeu­gen, soll­te der Wert rela­tiv nied­rig (z.B. 2.500 K) lie­gen, für mehr “Wär­me” stellt man ent­spre­chend höhe­re Wer­te ein (z.B. 5.000 — 10.000 K). Eben­so ist es mög­lich, die Farb­ein­stel­lun­gen in Rich­tung grün/blau oder gelb/rot zu ver­schie­ben. Alles natür­lich nur schritt­wei­se und vor­her mit einer Foto-Test­rei­he ver­se­hen.

Foto­gra­fiert wird grund­le­gend im RAW-Modus. Die Fotos wer­den spä­ter z.B. mit Darkta­ble, Aper­tu­re oder Ligh­troom in hoch­auf­lö­sen­de JPGs umge­wan­delt. Ob hohe Tie­fen­schär­fe mit Sta­tiv oder Unschär­fe und viel Licht — alles Ansichts­sa­che. Ich per­sön­lich bevor­zu­ge eine gro­ße Blen­de (ca. 2 — 2,2), also Unschär­fe für Details, wie Wur­zeln, Stäm­me oder Blät­ter — auch, um sie in Sze­ne zu set­zen. Eine grö­ße­re Tie­fen­schär­fe bie­tet sich für einen gan­zen Wald-Abschnitt an, den man am Ende sehen möch­te.

Quel­len: Pri­vat, You­Tube

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